Die SVP hat im Abstimmungskampf zur 10-Millionen-Schweiz eindringlich gewarnt: Ein ungebremstes Bevölkerungswachstum verschärft die Wohnungsnot, erhöht die Mieten und belastet unsere Infrastruktur. Die Gegner spielten diese Folgen herunter und stellten die Initiative als fremdenfeindlich dar.
Heute bestätigen die Zahlen jene Warnungen.
Der aktuelle Monitor des Bundesamts für Wohnungswesen zeigt: Der Schweizer Wohnungsmarkt steht weiterhin massiv unter Druck. Besonders angespannt ist die Lage im Grossraum Zürich, in der Zentralschweiz und in verschiedenen Bergregionen. Leidtragende sind vor allem Menschen mit tiefer und mittlerer Kaufkraft.
Zwischen 1990 und 2025 wuchs die Schweizer Bevölkerung um 36,9 Prozent. 15 Prozentpunkte entfielen auf die schweizerische Bevölkerung, 21,9 Prozentpunkte auf die ausländische Bevölkerung. Mehr als die Hälfte des Wachstums geht somit auf die ausländische Bevölkerung zurück.
Diese Zahlen sind weder fremdenfeindlich noch populistisch. Sie stammen vom Bund. Sie zeigen nüchtern, was geschieht, wenn die Bevölkerung schneller wächst als der verfügbare Wohnraum.
Zu wenig Wohnungen, steigende Mieten und immer weniger bezahlbarer Wohnraum sind die direkte Folge. Die Rechnung bezahlen nicht die gut verdienenden Befürworter eines grenzenlosen Wachstums. Sie landet bei Familien, Rentnern, jungen Menschen und Haushalten mit geringem Einkommen. Ausgerechnet jene Menschen, für deren Schutz sich die Gegner angeblich einsetzen, geraten zunehmend unter Druck.
Die entscheidende Frage lautet: Wie soll die Schweiz weiterwachsen?
Wo sollen zusätzliche Hunderttausende Menschen wohnen? Wer baut die benötigten Wohnungen? Wer finanziert Schulen, Strassen, Spitäler, Energieversorgung und öffentlichen Verkehr? Wie viel Kulturland soll noch verschwinden? Und wie stark sollen die Mieten noch steigen, bevor die Politik endlich handelt?
Die 10-Millionen-Initiative wollte keine Menschen ausgrenzen. Sie wollte unser Land vor einem Wachstum schützen, welches Wohnraum, Infrastruktur und Lebensqualität überfordert. Die Entwicklung auf dem Wohnungsmarkt zeigt deutlich: Die Warnungen waren berechtigt.
Quelle: [Monitor des BWO: Wohnungsmarkt weiter unter Druck](https://www.baublatt.ch/baubranche/monitor-des-bwo-wohnungsmarkt-weiter-unter-druck-39617)
Nun steht mit der Neutralitätsinitiative erneut eine wegweisende Entscheidung bevor.
Auch hier versuchen die Gegner, bewährte Grundsätze schlechtzureden und berechtigte Sorgen als rückständig abzutun. Die Bevölkerung sollte nicht erneut Warnungen ignorieren und später die Folgen bezahlen.
Die immerwährende bewaffnete Neutralität schützt unsere Unabhängigkeit, unsere Sicherheit und unsere Glaubwürdigkeit. Sie bewahrt die Schweiz davor, sich in fremde Konflikte hineinziehen zu lassen. Gleichzeitig stärkt sie unsere Rolle als Vermittlerin und Standort für Diplomatie und humanitäre Hilfe.
Ein JA zur Neutralitätsinitiative ist kein Rückzug aus der Welt. Es ist ein klares Bekenntnis zu einer unabhängigen, sicheren und friedlichen Schweiz.
Bei der 10-Millionen-Initiative wurden berechtigte Warnungen beiseitegeschoben. Beim Wohnungsmarkt erleben wir nun die Folgen.
Machen wir bei der Neutralität nicht nochmals denselben Fehler.
JA zur Neutralitätsinitiative. Damit die Schweiz neutral, unabhängig und sicher bleibt.
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6274 Eschenbach LU

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